1848 - dies ist die Jahreszahl, die in Sandstein in unserem Haus eingemeißelt ist. Der Gebäudekomplex wurde damals unter großen Anstrengungen errichtet. Es wurden hunderte Quadratmeter Gewölbekeller gegraben, die teilweise 12 m unter der Erde liegen.

Neben seinem Hauptberuf als Ingenieur, übernimmt nun Sohn Bernd Meyer das Haus und die Hauptaufgaben in der Kelterei von seinem Vater. Die Gaststätte wird Anfang der 1980er Jahre durch den Senior aufgegeben, der kurz darauf verstarb. Apfelwein wird weiter von Bernd Meyer und seinem Bruder produziert. Im Verkauf unterstützt Ehefrau Elke Meyer. Dazu fuhren Sie am Wochenende von Ortschaft zu Ortschaft und belieferten treue Stammkunden. Zu denen sich immer mehr gesellten.

Im Jahre 1956 wurde die Brauerei Hoffarth aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die ungeklärte Nachfolgeregelung durch Georg Hoffarth aufgegeben. Keines seiner vier Kinder wollte die Nachfolge antreten. Der Brauereibetrieb wurde eingestellt und der Gebäudekomplex wurde veräußert.

Bernd Meyer geht in den Vorruhestand als Ingenieur. Das heißt, jetzt tritt die Kelterei noch mehr in den Vordergrund. Aber auch die Söhne Markus und Sebastian sind mittlerweile sehr erfahren vom Apfelbaumschneiden bis hin zu den Kellerarbeiten. Zudem beginnt das Internetzeitalter der Kelterei Meyer. Ein neues Logo wird entworfen, ein neues Werbekonzept gestaltet.

Im Jahr 1962 nach dem Erwerb der Brauereigebäude, richtet Familie Meyer die Kelterei ein. Es wird eine hochmoderne hydraulische Packpresse mit Förder- und Häcksel-Einrichtung erworben und errichtet. Die Gewölbekeller wurden mit neuen Tanks bestückt und die Kohlebunker für die Dampfmaschine der Brauerei wurden kurzerhand als Apfelbunker für die Kelterei unfunktioniert. So konnte erstmals der eigene Apfelwein aus eigenem Obst hergestellt und in der damals eigenen Gaststätte verkauft werden.

Die Kelterei Meyer wird weiterhin von den Kunden geschätzt. Nachdem überregionale Tageszeitungen berichtet und auch der hessische Rundfunk (hr1) eine Radioreportage durchgeführt haben, gab es auch weiter entfernte Anfragen nach unseren Produkten. Somit haben wir die Online Bestellung und den Onlineversand eingeführt. Des weiteren wurden in den letzten Jahren über 100 neue Apfelbäume gepflanzt, um die Zukunft der Streuobstwiesen und der Kelterei zu sichern.